UnRaid angetestet

Ich hätte gerne alle meine DVDs direkt online zur Verfügung (auch wegen meiner Kinder, die zwar seeeehr vorsichtig mit DVDs umgehen, aber dennoch..). Deswegen bin ich auf der Suche nach einem grooooossen Datenspeicher, der schnell eingeschalten ist, wenig Strom braucht und möglichst leise ist.

Fündig geworden bin ich bei Lime-Technology mit ihrem UnRaid Server. Diese Software entspricht genau meinen Bedürfnissen:

  • Die Daten sind ein bisschen besser geschützt gegen Hardware-Ausfall, als wenn sie nur auf einer HD liegen (eine HD kann ohne Datenverlust ausfallen). 
  • Jede HD kann sich z.B. nach 15 Min. automatisch abschalten (Strom/Lärm/Wärme Reduktion).
  • Beim schauen einer DVD muss nur eine HD laufen. 
  • Es können bis zu 15 HDs eingebunden werden (freier Platz von 14 HDs!).
  • Der gesammte Platz ist als ein Samba-Drive ansprechbar.
  • Es wird keine spezial Hardware benötigt. 

Ich habe mir nun also die Software runtergeladen und auf einen USB-Stick (der Rechner muss ab USB-Stick booten können) installiert. Unter Vista hatte ich Probleme den USB-Stick bootbar zu machen. Ich habe nicht lange rumprobiert, sondern gleich die Linux Variante von syslinux  runtergeladen. Mit der konnte ich den USB-Stick problemlos bootbar machen.

Zuerst habe ich 2 alte 40GB HDs eingesetzt. Der Server bootete schnell. Netzwerkkarte und HDs wurden problemlos erkannt. Also gleich aufs Webfrontend eingeloggt. Die Weboberfläche ist wie ich sie machen würde. Schnell und aufs wichtigste beschränkt. Finde ich super und praktisch! Beim einbinden der HDs kann man eigentlich nichts falsch machen. Die Parity-Disk muss die grösste sein, das System weist einem nett darauf hin. Einzig wird nicht gross darauf hingewiesen, dass man das root Passwort ändern sollte, aber da der Server für interne, private Netze ist, finde ich das nicht so schlimm.  Dann schnell die Freigabe eingerichtet und einen ersten Film hochgeladen. Die Performance mit 40GB HDs ist natürlich nicht berauschend und erreichte ca. 5-6Mb/Sek. 
Als nächsten Test habe ich eine 250GB SATA HD angeschlossen. Das System zwingt einem freundlich diese als Parity-Disk einzurichten.  Was problemlos funktioniert und natürlich 1-2 Std. dauerte, da die gesamte HD erst mit Nullen gefüllt werden muss, anschliessend konnte ich die nun leere 40GB HD als dritte Disk einbinden, was logischerweise wieder ca. 1 Std. dauerte. Die Daten die bereits auf dem unRaid waren, blieben wunderbar erhalten. Auch der weitere Upload von Filmen funktionierte tadellos.
Die Konfiguration hatte ich so eingestellt, dass jeder Unterordner eines Freigabe-Ordners immer auf einer HD sein muss und immer die HD verwendet wird, welche noch am meisten freien Platz hat. Dies funktionierte auch genauso und die Filme wurden gleichmässig beim Upload auf die HDs verteilt, immer ein ganzer Film pro HD.

Als letztes wollte ich noch testen ob das entfernen und neu einsetzen einer HD funktioniert. Nach dem entfernen meldete das UnRaid im Webfrontend schön die fehlende Disk.. dummerweise hatte ich nur noch eine 30GB HD und bei der motzte das System, dass sie zu klein wäre, da hätte ich wohl vorher etwas nachdenken sollen🙂 .

Mein Fazit: UnRaid funktionierte stabil, ist benutzerfreundlich und genau das was ich brauche. Sicher werden sich in längerem Gebrauch noch Macken zeigen, aber schliesslich ist UnRaid ein normales, kleines Linux und somit alles problemlos anpassbar. 
Ich freue mich aufjedenfall darauf mir einen UnRaid-Server zu basteln, sobald es mein Budget zulässt.

Veröffentlicht in Linux, MediaCenter, Windows. Schlagwörter: , , , , . 3 Comments »

3 Antworten to “UnRaid angetestet”

  1. Patrick Says:

    Eben unRAID auf Revision3 gesehen und gleich mal gegoogelt. Scheint optimal als NAS für meine HTPC zu sein. Kann man das OS auch auf einer kleinen Platte installieren und dort ggf. VirtualBox oder VMWare Player drauf installieren? Dann würde die Kiste gleich noch zum TV-Server werden.

    • nutscracker Says:

      Das OS kann nur auf dem USB Stick installiert werden, da es die eindeutige UID des Sticks als Kopierschutz nutzt. Du kannst aber ein weitetere Platte anmelden als normale Partition um weitere Programme zu installieren, bzw. um den Platz für weitere Betriebssysteme zu haben.
      Zu Virtuellen Maschinen habe ich mich noch nicht schlau gemacht, da ich vorwiegend BluRays schaue und die über virtuelle Maschinen eh nicht laufen würden.
      Hier solltest du aber mehr zu dem Thema finden: http://www.lime-technology.com/wiki/index.php?title=UnRAID_Topical_Index#VirtualBox


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